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Stadtnachricht

Informationen zur Sturmholzsituation


Die vergangenen Winterstürme sowie die Corona-Krise betreffen den Wald im Landkreis Freudenstadt mehr als zunächst angenommen. Das Sturmholzvolumen im gesamten Landkreis liegt bei ca. 90.000 m³ über alle Waldbesitzarten verteilt. Die Aufarbeitung von Frischholz wurde nach den Stürmen gestoppt, um die Aufarbeitungskapazität auf den flächig verteilten Sturmwurf zu lenken. Noch Ende Februar ging das Kreisforstamt davon aus, dass die Schadhölzer direkt zur Verarbeitung in die Sägewerke abfließen würden.

Aufgrund der Corona-Krise legen jedoch mehr und mehr Sägewerke die Produktion still oder melden Kurzarbeit an, weil kein Absatz für ihr Schnittholz gegeben ist. Dies hat zur Folge, dass aktuell keine oder nur geringfügige Mengen Rundholz aus unseren Wäldern geliefert werden können. Trotz der Bereitschaft der Sägewerke, später wieder Holz abzunehmen, kann das Holz derzeit nicht einfach im Wald liegen gelassen werden. Diese Hölzer sind optimale Brutstätte für holzzerstörende Insekten und Borkenkäfer, welche in hoher Anzahl überwintert haben und sich in den nächsten Wochen weiterentwickeln werden. Wenn die Sturmschäden nicht aufgearbeitet und die Hölzer aus dem Wald gebracht oder sie forstschutzwirksam behandelt werden, kann in der Region die Situation wie in anderen Großschadensgebieten entstehen.  

Auch müssen die Überwinterungsbäume der Borkenkäfer vor dem Ausflug der Käfer eingeschlagen werden. Merkmale, wie man diese Bäume am besten erkennt, sind meist lichte oder braune Baumkronen sowie teilweise Spechtabschläge oft in der Nähe alter Käfernester. Bäume, bei denen die Rinde schon ganz abgefallen ist, können stehen bleiben, denn der Fokus muss jetzt auf der Aufarbeitung der Überwinterungsbäume und dem Sturmholz liegen. Ziel ist es, eine weitere Verbreitung der Borkenkäfer sowie eine massive Entwertung des bereits am Boden liegenden Holzes zu vermeiden und den stehenden gesunden Waldbestand zu schützen.

Da die Strategie der schnellen Abfuhr der Hölzer in die Sägewerke nicht mehr funktioniert, muss auf verschiedene Alternativen ausgewichen werden. Neben der Nasslagerung oder der Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln des bereits aufgearbeiteten Holzes kann in geringen Umfang auch die Lebendlagerung umgeworfener Bäume eine Lösung sein. Wichtig in dieser Situation ist die abgestimmte Aufarbeitung der Schadhölzer, da verschiedene Belange berücksichtigt werden müssen und ein lokal einheitliches Vorgehen zielführend ist. Im Privatwald fallen erfahrungsgemäß eher kleinere Mengen an, diese gilt es nun zu größeren Einheiten zu bündeln. Ansprechpartner sind die Förster*innen in den Revieren, an die sich die Waldbesitzenden vor der Aufarbeitung der Schadhölzer wenden sollten. Durch die kostenfreie fachliche Beratung am Telefon oder vor Ort im Wald, kann das Vorgehen besprochen und abgestimmt werden. Die Kontaktinformationen zu den Revierleitenden sind auf der Homepage des Landratsamtes zu finden oder können unter Tel. 07441 920-3001 erfragt werden.

Die Aufarbeitung des Schadholzes sowie dessen forstschutzwirksame Weiterbehandlung sind mit zusätzlichen Kosten für die Waldbesitzenden verbunden. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat deswegen auch für dieses Jahr wieder entsprechende Fördermittel in Aussicht gestellt, die auch rückwirkend für bereits durchgeführte Maßnahmen gewährt werden sollen. Nähere Informationen, was bereits jetzt bei der Aufarbeitung von Sturm- und Käferholz beachtet werden sollte, um in den Genuss einer Förderung zu kommen, können die Waldbesitzenden bei den für sie zuständigen Revierleiterinnen und Revierleitern erfragen oder direkt bei der Außenstelle des Kreisforstamtes in Horb  a. N.
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