88 Jahre nach der Pogromnacht kehren die Töchter einer Zeitzeugin nach Rexingen zurück – Gedenkveranstaltung am Sonntag, 8. November, um 17 Uhr in Rexingen
„Was ist denn heute für ein Feiertag? Warum kommen all diese Männer um diese Uhrzeit in die Synagoge?“ Diese Frage stellte die achtjährige Hanna Bensinger in den frühen Morgenstunden des 10. November 1938, als sie mit ihrer Mutter Gretel am Fenster eines Hauses gegenüber der Rexinger Synagoge saß. Wenig später erkannte sie, was tatsächlich geschah: Nationalsozialisten drangen in das Gotteshaus ein, verwüsteten die Einrichtung und setzten die Synagoge in Brand.
Hanna Bensinger Kravitz hat die Bilder jener Nacht nie vergessen. Jahrzehnte später erzählte sie nicht nur ihrer Enkelin Naomi von den Ereignissen, die sie als Kind miterlebt hatte. Nun werden Hannas Töchter Dena Rubnitz und Tamar Rubinstein gemeinsam mit weiteren Familienangehörigen nach Rexingen kommen, um die Erinnerungen ihrer 2018 verstorbenen Mutter weiterzugeben.
Der Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen lädt aus Anlass des 88. Jahrestages der Novemberpogrome am Sonntag, 8. November 2026, um 17 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung in die ehemalige Synagoge ein.
Musikalische Begleitung durch Wolfgang Reichert am Cello.
Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Freudenstadt und der Musikschule der Stadt Horb