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Öffentlich zugänglich

Grenzsteine grenzenlos und aussichtsreich

Das Freilichtmuseum "Steinerne Geschichtsgarten" kann jederzeit uneingeschränkt besucht und auf eigene Faust erkundet werden. Es liegt auf einem der Horber Hausberge, dem Kreuzkapellenberg, direkt am Jakobusweg.

Die Geschichte des „Steinernen Geschichtsgartens“ ist noch nicht ganz so lang. Doch bereits 1979 haben Geschichtsinteressierte begonnen, interessante Grenzsteine zu sichern und zu sammeln. Denn in ihnen ist ein Stück Heimatgeschichte in Stein gehauen. In dem mit viel ehrenamtlichen Fleiß gestalteten Freilichtmuseum gibt es inzwischen über 70 Vermessungs-, Rechts- und Verkehrskleindenkmäler zu sehen. Diese Steine wurden in Handarbeit behauen, mit Zeichen, Wappen und Inschriften versehen. Sie wurden für einen ganz bestimmten Zweck angefertigt und an einem präzisen Ort aufgestellt. Damit sind sie wichtige Zeitzeugen der heimischen Kulturgeschichte. Sie markierten Grenzverläufe oder Gemarkungsgrenzen in Wald und Flur. Manche Gedenksteine erinnern an besondere Personen oder Begebenheiten, zum Beispiel Unglücke, Kriege oder Hungersnöte. Im Fall der Sühnekreuze erinnern sie an Morde oder Hinrichtungen.

Die "Kleindenkmalfreunde Horb und Umgebung" kümmern sich um die Anlage. Sie sind Teil der "Gesellschaft Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale in Baden-Württemberg e.V. (GEEK)". 

Bei der Tourist-Information Horb gibt es eine Beschreibung der einzelnen Steine mit den geschichtlichen und volkskundlichen Hintergründen.

Den Flyer zum Steinernen Geschichtsgarten steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung:
Flyer Steinerner Geschichtsgarten.pdf

Eine Beschreibung der Steine finden Sie hier:
Steinerner Geschichtsgarten mit Übersichtsplan.pdf

Der nahegelegene Aussichtspunkt beim großen Feldkreuz bietet einen herrlichen Blick über Horb und das Neckartal.

Ein kurzes Stück weiter entlang des Neckartaltraufs erreicht man den markanten Horber Wasserturm aus den 1930er Jahren. Er steht auf dem höchsten Punkt im „Galgenfeld“, auf einem kleinen Hügel, der bis ins 18 Jahrhundert als öffentliche Hinrichtungsstätte genutzt wurde. Nicht umsonst hat zu seinen Füßen das Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer der Hexenverfolgung 2022 seinen Platz gefunden. Es erinnert an ein grausiges Kapitel der Horber Stadtgeschichte an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert.

Von dort oben hat man besonders gute Sicht auf die Horber Neckartal-Hochbrücke.