Naturschutzgebiet Kuglerhang

Naturschutzgebiete oder Naturschönheiten
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Das Gebiet ist 4,5 Hektar groß und liegt zwischen 430 und 495 Metern über dem Meeresspiegel. Die Hänge sind nach Süden ausgerichtet und haben eine Neigung von bis zu 70 Prozent. Geologisch gesehen sind wir hier im Bereich des oberen Muschelkalks mit verschieden ausgebildeten Kalkbänken.

Schon vor dem 17. Jahrhundert wurde auf dem "Kuglerhang" Wein angebaut. Man kann noch erkennen, dass der Hang damals terrassiert und mit Steinen gesichert wurde. Bis 1966 wurden die steilen Flächen übrigens auch als Schafweiden genutzt. Nach der Jahrhundertwende hat man dann angefangen, die Flächen wieder aufzuforsten. Das sieht man daran, dass dort Fichten und Schwarzkiefern wachsen.

Ab 1975 wurden größere Bereiche der Wacholderheide freigestellt. Diese Maßnahmen waren dann der Grund, warum der Kuglerhang 1982 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Durch Exposition, Geologie, Hangneigung und historische Nutzungsformen bietet der "Kuglerhang auf kleinstem Raum Lebensräume für eine erstaunliche Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten.

Bisher wurden hier 145 verschiedene Pflanzenarten gezählt, darunter viele seltene und gefährdete Arten. Als absoluter Höhepunkt der Blütenpracht gilt hier das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris). Im Mai verwandelt sich der "Kuglerhang" in ein rosa Blütenmeer, denn dann blühen hier rund 10.000 Exemplare der Orchidee. So wird erst bewusst, welch ein Kleinod sich inmitten der Stadt verbirgt.