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Es gab mal 17 Mahl-, Walk-, Loh-, Öl-, Gips- oder Schleifmühlen in und um Horb. Das letzte Wasserrad in Horb geht zurück auf eine Walkmühle, die zum "gemainen Duocher Handwerckhs zue Horw" gehörte. Die lag am unteren Mühlgraben außerhalb der Stadtmauer, vor dem Mühlener Tor. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1511. Die Reibe-, Bleu- und Walkmühle hat dem Reibegässle seinen Namen gegeben. Im 18. Jahrhundert ging die gemeinschaftlich betriebene Mühle in den Besitz der Tuchmacherfamilien Geßler und Beicher über. Im 19. Jahrhundert wurde die Mühle auch als Öl- und Gipsmühle genutzt. Nach vielen Besitzerwechseln kaufte der Stuttgarter Unternehmer Gustav Fischer die Mühle dann 1901 und baute hier erst mal eine Marmorschleiferei auf. Die wurde später unter dem Namen "Süddeutsche Marmorwerke Horb" eine richtig bekannte Firma. 1913 wurde hier ein Zuppinger-Rad eingebaut, das heute noch in Betrieb ist. Mit seinen 5,20 Metern Durchmesser und 3,40 Metern Breite ist das Rad eins der größten Wasserräder in Süddeutschland. Technisch gesehen ist es eine Art Übergangsform vom klassischen Wasserrad zur modernen Wasserturbine. Es nutzt nämlich nicht nur den hydrostatischen, sondern auch den dynamischen Druck des Wassers, weil seine Schaufeln evolventenförmig gekrümmt sind.