Öffnungszeiten

Montag
14:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch
14:00 - 17:00 Uhr
Freitag
14:00 - 17:00 Uhr
Samstag
10:00 - 13:00 Uhr
Sonntag
14:00 - 17:00 Uhr

Eine Kunstsammlung erzählt Geschichte und Geschichten

Seit 2006 hat die städtische Kunstsammlung ihr Domizil in den Obergeschossen des BürgerKulturHauses am Marktplatz. Sammlungsschwerpunkte sind Zeugnisse zur Horber Geschichte, Stadtansichten und Werke von Kunstschaffenden aus der Region.

Die ältesten ausgestellten Stücke in der beeindruckenden archäologischen Abteilung sind Grabungsfunde aus der sogenannten Völkerwanderungszeit. Die Leihgaben des Landes Baden-Württemberg stammen aus dem frühmerowingerzeitlichen Gräberfeld von Horb-Altheim. In anschaulich gestalteten Vitrinen erzählen sie von einer Großsippe, die aus Osteuropa in unsere Gegend am Schwarzwaldrand eingewandert ist. Den verstorbenen Familienmitgliedern wurden als ihr persönlicher Besitz edler Schmuck, prunkvolle Waffen und kunsthandwerklich gestaltete Alltagsgegenstände ins Grab beigegeben. Die archäologische Forschung kann daraus erschließen, wie sich diese ostgermanischen Siedlungsgemeinschaft über mehrere Generationen in die hier verbreitete alamannische Kultur integrierte.

In den übrigen Museumsräumen werden die Bestände aus der städtischen Kunstsammlung zusammen mit Dauerleihgaben u.a. des Kultur- und Museumsvereins Horb a. N. e. V., des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke OEW, aus kirchlichem und aus Privatbesitz gezeigt. Oft mit Bezug zu Jubiläen oder Gedenktagen gestaltet das Stadtmuseum Horb thematisch wechselnde Sonderausstellungen. Es lohnt sich also durchaus, öfter mal im Stadtmuseum Horb vorbeizuschauen, um Neuzugänge, besondere Leihgaben oder die alten Schätze in ganz neuem Kontext zu entdecken.

Besonders sehenswert sind die Werke der aus Horb stammenden Genremaler Caspar Kaltenmoser (1806-1867) und Salomon Hirschfelder (1831-1903), die beide in München zu Berühmtheit gelangten, und des in Waldachtal-Tumlingen geborenen Theodor Schüz (1830-1900), der in Düsseldorf eine Malerkarriere machte . Die feinen Gemälde und gekonnten Skizzen bezaubern unter anderem mit humorvollen Szenen der Landbevölkerung dieser Zeit.

Schriftdokumente und Porträts erinnern an berühmte Persönlichkeiten aus Horb am Neckar, etwa an den Laientheologen und Verfasser der Zwölf Artikel der Bauernschaft von 1525, Sebastian Lotzer (um 1490 - nach 1525) sowie den vielseitigen Gelehrten und Kirchenmann Fürstabt Martin Gerbert von St. Blasien (1720-1793).

Weiterer kunstgeschichtlicher Schwerpunkt sind Horber Stadtansichten aus vergangenen Jahrhunderten. Die reizvolle Landschaft des Neckartals, die einzigartige Stadtsilhouette, die idyllischen Winkel und Gassen haben viele Kunstschaffende inspiriert. Die Stadt versteht das als Kompliment und zeigt sich gerne aus unterschiedlichsten Perspektiven. Relikte der örtlichen Kunsthandwerkstradition, sakrale Kunst aus hiesigen Kapellen und Kirchen sowie eine stattliche Sammlung von Nachtwächterkontrolluhren bereichern das Museumsinventar.

Bestände, die sich nicht in der aktuellen Präsentation befinden, können bei besonderem Forschungsinteresse und auf Anfrage auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten besichtigt werden.

Sonderausstellungen, öffentliche Führungen, Vorträge oder spezielle Aktionen finden Sie im städtischen Online-Veranstaltungskalender.

Kostenfrei

Ein für Kinderwagen geeigneter Zugang ist vorhanden.

Ein rollstuhlgerechter Zugang ist vorhanden.