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Nach der Stadtgründung wurde die ursprüngliche Stadt auf dem Bergsporn ziemlich schnell erweitert. Der in Schalenbauweise errichtete Stadtturm ist Teil der ersten Stadterweiterung und wurde der schon bestehenden Mauer nachträglich hinzugefügt. Damit wollte man die gefährdete Westseite der Stadt gegen den steil ansteigenden Schütteberg besser schützen. Die Buckelquader zeigen, dass der Turm wohl in der Mitte des 14. Jahrhunderts gebaut wurde. Von diesem Wehrturm aus wurde die Verteidigung der Stadtmauer organisiert und befehligt. Bereits im 18. Jahrhundert hat man den Turm als Gefängnis genutzt. Deshalb heißt er bis heute "Diebs- oder Schurkenturm". 1822 hat die neue württembergische Herrschaft im Turm vier feste, beheizbare Kriminalgefängnisse und eine Gefangenenwärterwohnung eingerichtet. Dabei wurde der Dachstuhl aus Fachwerk mit Walmdach abgerissen und durch ein Zeltdach ersetzt.