Mobil

+49 157 31164886
Träger- u. Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen e. V.

Der Friedhof ist mit mehr als 1000 Gräbern einer der größten jüdischen Friedhöfe in Baden-Württemberg. Er wurde 1760 mit der Erlaubnis der Ortsherrschaft, des Johanniter-Ordens, an einem Nordhang über dem Dorf angelegt und mit dem Anwachsen der Gemeinde mehrmals vergrößert. Man findet auf den Grabsteinen eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Symbolen, weit mehr als auf vielen anderen jüdischen Friedhöfen.

Auf dem Friedhof befindet sich ein Kriegerdenkmal für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs, das die jüdische Gemeinde 1920 errichten ließ. Daneben steht ein Ehrengrab für Fliegerleutnant Josef Zürndorfer, den einzigen jüdischen Offizier des Ortes.

1947 wurde auf Initiative des Riga-Überlebenden Harry Kahn aus Baisingen ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Judenverfolgung 1933 - 1945 errichtet.

Die letzte Beisetzung erfolgte 1961. Hermann Lemberger, der Schwiegervater des Journalisten, Schriftstellers und Zeitungsverlegers Josef Eberle, war 1939 nach Amerika ausgewandert und kehrte nach dem Krieg nach Süddeutschland zurück. Er starb in Rottweil und wollte in seinem Heimatort Rexingen begraben werden. Ein Gedicht von Josef Eberle zu Ehren seines Schwiegervaters ist beim Grab auf einer Tafel abgedruckt.

Auf Anfrage bei Ortsverwaltung oder Träger- u. Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen e. V.