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Stadtnachricht

Konfliktpotential auf Feld und Flur mit Beginn der Frühjahrsarbeiten


Appell für ein gutes Miteinander 

Mit den milderen Temperaturen macht sich auf Feld und Flur ein höheres Personenaufkommen bemerkbar. Die Bevölkerung sucht vermehrt Erholung in der Natur. Zeitgleich beginnen die Landwirtinnen und Landwirte mit ihren Frühjahrsarbeiten auf Äckern und Wiesen. Konflikte sind vorprogrammiert. Die Vegetationszeit hat begonnen und damit greift ein Betretungsverbot auf allen landwirtschaftlichen Flächen. Vor allem im Frühjahr ist in der Landwirtschaft viel zu tun, auch am Wochenende. Momentan sind Bäuerinnen und Bauern für Bodenbearbeitung, Saat und Düngung mit großen Traktoren und Spezialgerät unterwegs. Die Maschinen sind breit und schwer zu manövrieren. Freizeitsportler oder Spaziergänger sind zu besonderer Vorsicht beim Passieren angehalten. Parkende Fahrzeuge erschweren oft das Durchkommen. Daher ist auf die Beschilderung „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“ zu achten – solche Wege dürfen nach Straßenverkehrsordnung von privaten Fahrzeugen nicht befahren werden.

Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen laut Landesnaturschutzgesetz während der Nutzzeit nicht betreten werden. Das gilt in der Zeit zwischen Saat und Ernte, bei Grünland während Aufwuchs und Beweidung von März bis Ende Oktober. Egal, ob Flächen eingezäunt sind oder nicht, das Betretungsverbot gilt für Menschen wie Hunde. Dies gilt insbesondere für Wiesen, die als Futtergrundlage vor allem für Milchviehbetriebe existenziell sind. Das Gras wird zertreten, kann schlecht gemäht werden, die Futterqualität für Rind oder Pferd leidet darunter. Äcker und Wiesen sind zudem Lebensräume für zahlreiche Wildtiere, darunter seltene Bodenbrüter.

Darüber hinaus ist im Landeswaldgesetz geregelt, dass Radfahren und Reiten auf nicht offiziell ausgewiesenen Trassen im Wald sowie abseits der Wege verboten sind. Bei landwirtschaftlichen Flächen gilt: Bleiben Sie auf den Wegen und fahren Sie nicht querfeldein.
Frei laufende Hunde können Weidetiere in Panik versetzen und Wildtiere sowie Vögel aufschrecken. Lassen Sie daher Ihren Hund bitte nicht einfach frei stöbern, sondern führen Sie ihn an der Leine. Bitte lassen Sie Ihren Vierbeiner nicht auf bestellten Ackerflächen oder Wiesen rennen. Zudem sind Wiesen und Felder keine Müllhalden. Weggeworfene Flaschen, vergessenes Hundespielzeug, Scherben oder Dosen können ins Futter von Nutztieren gelangen und die Tiere lebensgefährlich verletzen. Außerdem können diese Gegenstände teure Schäden an Maschinen verursachen. Entsorgen Sie deshalb Abfälle in öffentlichen Mülleimern oder zu Hause.
Suchen Sie bei Fragen, beispielsweise auch zu Düngung und Pflanzenschutz, direkt den Dialog mit den Landwirtinnen und Landwirten. Sie sind für Fragen offen und erklären gerne, was sie tun und warum. Die Informationsbroschüre „Für ein gutes Miteinander“ greift Konfliktthemen in Feld und Flur auf und erklärt die Sichtweise der Landwirte sowie Verhaltensregeln in freier Natur. Sie ist kostenlos beim Landesbauernverband per E-Mail an lbv(at)lbv-bw.de oder digital unter www.lbv-bw.de/Service/Publikationen erhältlich.

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