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Stadtnachricht

Resolution des Horber Gemeinderats zur Gäubahn verabschiedet


Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 19. Juli 2022 eine Resolution zur Gäubahn verabschiedet. Eingehend befasste sich das Gremium auch mit einem Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion vom 20. Juni 2022, der in einem Resolutions-Entwurf forderte, die Gäubahn über die bisherige Panoramastrecke in einen (oberirdischen) Ergänzungsbahnhof zu führen und dauerhaft zu erhalten. Oberbürgermeister Peter Rosenberger berichtete bei der Sitzung über jüngste Gespräche und Forderungen der Anrainerkommunen entlang der Gäubahn.

Unter den an der Gäubahn liegenden großen Kreisstädten besteht weitgehend Einigkeit darin, eine Unterbrechung der Gäubahn in Vaihingen, wie sie aktuell während der Bauzeit zur Neuanbindung an den Flughafen vorgesehen ist, möglichst gering zu halten. Am Tag vor der Gemeinderatssitzung haben die Projektpartner von Stuttgart 21 erklärt, dass die Panoramabahn zumindest bis zu einem zu ergänzenden Nordhaltepunkt erhalten werden. Dazu soll die Strecke ab dem Jahr 2025 für zwei Jahre bis 2027 ertüchtigt werden.

Damit verbunden wäre weiterhin eine Unterbrechung der Gäubahn mit einem vorläufigen Enthalt während der Ertüchtigungsphase in Vaihingen, von wo aus dem Umstieg auf die S-Bahn zum Anfahren des Stuttgarter Hauptbahnhofs notwendig wäre. In diesem Zusammenhang konnte Oberbürgermeister Rosenberger auch bekannt geben, dass die Projektpartner von Stuttgart 21 grünes Licht für die Finanzierung des Pfaffensteigtunnels, als unterirdische Führung der Gäubahn Richtung Flughafenbahnhof, gegeben haben. Auch hier seien sich die Anrainerkommunen einig darin, dass dieses eine zukunftsfähige Lösung für die Gäubahn sei. Damit werde eine Fahrzeitverkürzung auf der Strecke Singen-Stuttgart erzielt und der Deutschland-Takt damit auch möglich gemacht.

Nach Angaben von Landesverkehrsminister Herrmann solle der Pfaffensteigtunnel ab 2026 gebaut werden. Eine Fertigstellung sei für 2032 geplant. Oberbürgermeister Rosenberger erläuterte dem Gremium die Wichtigkeit, als Stadt Horb a. N. weiterhin gemeinsam mit den anderen Anrainerstädten die gleiche Zielrichtung zu verfolgen, um eine möglichst starke Position in den zukünftigen Gesprächen vertreten zu können. Vor diesem Hintergrund lehnte der Gemeinderat nach langer Diskussion mehrheitlich den Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion ab. Auf Basis der Diskussion und der aktuellen Entwicklungen beschloss der Gemeinderat anschließend folgende Resolution zur Gäubahn:

Der Gemeinderat der Stadt Horb a. N. begrüßt die Einrichtung des Deutschland-Taktes. Der hierzu nötige Pfaffensteigtunnel ist zwischenzeitlich finanziert. Die Unterbrechung der Gäubahn in Vaihingen sollte ursprünglich nur wenige Monate andauern. Eine jetzt angekündigte längere mehrjährige Abbindung stellt eine extreme Belastung für 1,4 Mio. Bürgerinnen und Bürger als mögliche Bahnkunden dar. Deshalb begrüßen und fordern wir, dass weitere Alternativen geprüft werden, die eine langjährige Unterbrechung abfedern können. Eine umwegige Umleitung der Gäubahn über Tübingen ist nicht zielführend.

Der Horber Bahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt an der Gäubahn.


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