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Stadtnachricht

Borkenkäfersaison - Nadelholzbestände kontrollieren und Befall zügig aufarbeiten


Die Borkenkäfer sind wie in jedem Frühjahr ausgeflogen, um neue Fichten und Tannen als Brutbäume zu finden. Alle Waldbesitzenden sollten sich daher auf die Suche nach frischem Käferbefall begeben. Bei Fichte und Weißtanne sind Anzeichen dafür Harztröpfchen am Kronenansatz, braunes Bohrmehl am Stammfuß oder an Rindenschuppen oder gar Spechtabschläge. Aber auch sich schnell verfärbende Kronen an Fichten und Weißtannen deuten darauf hin, dass sich die Schädlinge eingenistet haben. Nicht jeder Fichten- oder Tannenbestand ist gleichmäßig befallen. Insbesondere müssen die winterlichen Sturm- und Schneebruchschäden aufgearbeitet und kontrolliert werden, denn sie sind optimale Brutstätten für den Borkenkäfer. Borkenkäferbefall Besonderes Augenmerk sollte auch auf Beständen liegen, welche im vergangenen Jahr bereits vom Borkenkäfer befallen waren sowie lockere und besonnte Nadelwälder. Aufgrund des relativ späten Schwärmfluges in diesem Jahr sowie entsprechender Witterung, kann mit einer Entwicklung von mindestens zwei Käfergenerationen gerechnet werden.

Was tun, wenn frischer Käferbefall gefunden wird?
Die befallenen Bäume müssen so schnell wie möglich eingeschlagen und vor dem Ausflug der Borkenkäfer aus dem Wald gebracht oder weiterverarbeitet werden. Damit haben die Borkenkäfer keine Möglichkeit erneut Bäume zu befallen. Ist eine entsprechende Lagerung außerhalb des Waldes oder ein Abtransport mit direkter Verarbeitung nicht möglich, so ist durch entsprechende Behandlung der Stämme (bspw. durch Entrinden) und der bruttauglichen Resthölzer (bspw. durch Verbrennen oder Hacken) dafür Sorge zu tragen, dass die Borkenkäfer unschädlich gemacht werden. Aufgrund der aktuell knappen Abfuhrkapazitäten ist in Teilen nicht mit einer zügigen Abfuhr der verkauften Hölzer zu rechnen. Vor jedem Holzeinschlag sollte daher mit den Revierleitenden Kontakt aufgenommen werden. Von ihnen erhalten die betroffenen Waldbesitzenden Informationen über die Aushaltung der vermarktbaren Holzsortimente und wie mit dem befallenen Käferholz umgegangen werden soll. Die Kontaktdaten der örtlich zuständigen Revierleitenden sowie weitere Informationen (unter anderem auch Hinweise zum Verbrennen von Reisig im Wald) sind auf der Homepage des Landratsamtes Freudenstadt zu finden oder können direkt beim Kreisforstamt unter Tel. 07441 920-3001 erfragt werden.

Maßnahmen zur Aufarbeitung und waldschutzwirksamen Bearbeitung von Schadholz, müssen, sofern hierfür eine Förderung beantragt werden soll, vor Beginn der Aufarbeitung beim Kreisforstamt Freudenstadt angezeigt werden. Hierzu genügt eine E-Mail an forst-horb@kreis-fds.de in der die geplanten Maßnahmen, die geschätzte Menge des anfallenden Holzes und der Ort des Maßnahmenvollzugs mit Gemarkung und Flurstücksnummer(n) genannt sind. Nähere Informationen, was bei der Aufarbeitung von Käferholz beachtet werden sollte, um in den Genuss einer Förderung zu kommen, können die Waldbesitzenden ebenfalls bei der für sie zuständigen Revierleitung oder direkt bei der Außenstelle des Kreisforstamtes in Horb a. N. unter Tel. 07441 920-3203 erfragen.

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