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Stadtnachricht

Dämmung: Wichtiges auf einen Blick


Die Frage, ob sich das Dämmen überhaupt lohnt, steht immer wieder im Raum. Die Energieagentur klärt dazu auf:

Was ist dran am erhöhten Brandrisiko durch Wärmedämmung?
Im Fokus dieser Diskussion stehen zumeist Fassadendämmungen aus Polystyrol. Polystyrol ist weit verbreitet und besonders kostengünstig, bleibt aber trotz zugefügter Flammschutzmittel brennbar. Allerdings spielt Polystyrol bei Hausbränden statistisch gesehen keine bedeutende Rolle. Andere Fassadendämmstoffe wie Mineral- und Steinwolle oder Mineralschaumstoffe sind nicht brennbar und können bedenkenlos zur Dämmung eingesetzt werden.

Rechnet sich Wärmedämmung?
Dämmmaßnahmen kosten Geld, Sollten Sie Ihr Heim komplett sanieren, sogar sehr viel Geld. Nicht immer lassen sich die Ausgaben binnen weniger Jahre durch das Einsparen von Heizkosten ausgleichen. Die genaue Amortisationszeit lässt sich nicht vorausberechnen, da lediglich geschätzt werden kann, wie sich die Energiepreise in Zukunft entwickeln. Dämmung lohnt sich dennoch, weil sie hilft, Energie zu sparen, den Wohnkomfort erhöht und den Wert der Immobilie erhält oder sogar steigert. Auch das bisherige Nutzerverhalten spielt eine Rolle für künftige Einsparungsmöglichkeiten. 
Ein Energieberater oder eine Energieberaterin der Verbraucherzentrale kann einschätzen, welche Dämmmaßnahmen für Ihr Haus sinnvoll und wirtschaftlich sind.

Ist Dämmung aus Umweltschutzperspektive sinnvoll?
Dämmung ist ökologisch sinnvoll. Während ihrer Lebensdauer sparen Dämmstoffe wesentlich mehr Energie ein, als für ihre Herstellung eingesetzt wird. Eine noch bessere Energiebilanz haben Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Oft sind sie schon nach wenigen Wochen angesichts ihrer Emissionen im Plus. Problematisch sind bestimmte Inhaltsstoffe: So müssen alle brennbaren Dämmstoffe mit Flammschutzmitteln ausgestattet werden. Besonders in der Kritik steht das Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan, kurz HBCD, das früher für Polystyrolplatten verwendet wurde und mittlerweile verboten ist. In neuen Polystyrol-Dämmstoffen kommt in der Regel als Ersatzstoff Polymer FR (Bromiertes Styrol-Butadien-Copolymer) zum Einsatz. HBCD-haltige Dämmstoffabfälle gelten als ungefährliche Abfälle und können in Abfallverbrennungsanlagen für Siedlungsabfälle entsorgt werden.

Darüber hinaus werden Substanzen kritisiert, die dem Putz und Anstrich auf Wärmedämmverbundsystemen beigegeben werden, um die Fassade vor der Ablagerung von Algen zu schützen. Die sogenannten Biozide belasten die Umwelt und das Grundwasser. Das Algenrisiko lässt sich jedoch auch planerisch reduzieren: Wählen Sie Ihren Dachüberstand ausreichend und vermeiden Sie hohe Bepflanzungen in der Nähe der Fassade. Damit bleibt die Fassade trocken bzw. trocknet schnell ab. Zudem spielen die verbauten Materialien, genauer gesagt deren Oberflächenbeschaffenheit, eine Rolle.

Erhöht Wärmedämmung das Schimmelrisiko?
Auch Schimmelbefall wird gelegentlich mit der Dämmung eines Hauses in Verbindung gebracht. Das Gegenteil ist jedoch richtig, denn Wärmedämmung verringert das Schimmelrisiko. Schimmel entsteht vor allem dann, wenn feuchtwarme Luft auf kalte Bauteile trifft. Die Außenwände eines gedämmten Hauses sind von innen aber deutlich wärmer als die von ungedämmten Fassaden, so hat der Schimmel mit angebrachter Dämmung schlechte Chancen.

Der zweite Risikofaktor für Schimmel ist die Luftfeuchtigkeit. Daher ist es wichtig, dass Sie das Gebäude auch nach der Sanierung ausreichend lüften. Wenn Sie zum Beispiel Ihre undichten Fenster im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme austauschen, gelangt durch die neuen Fenster weniger Luft von außen in Ihr Haus als vor der Sanierung. Folglich lüftet sich Ihr Haus nicht mehr „von selbst“ und mehr feuchte Luft verbleibt im Haus.

Die Energieberatung gibt Ihnen Hinweise zu einem funktionierenden Lüftungskonzept. Wichtig ist zudem eine lückenlose und luftdichte Ausführung der Dämmarbeiten, die besser einer Person vom Fach überlassen werden sollte.

Wer noch mehr Tipps zum Energiesparen möchte, kann sich dazu in der persönlichen Energieberatung der Energieagentur in Horb a.N. beraten lassen. Vereinbaren Sie einen Termin bei der Leiterin der Geschäftsstelle Elke Zöhler unter Tel. 07451 55 29979, Fax: 07451 5539549 oder per E-Mail: info@eainhorb.de.

Die Energieagentur in Horb a. N. ist von Montag bis Freitag von 8:30 bis 12:00 Uhr telefonisch erreichbar. Die Energieberatungstermine finden jeden 2. und 4. Dienstag und Donnerstag im Monat statt.

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Redakteur / Urheber
Energieagentur

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