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Stadtnachricht

B 32: Ortsumfahrung Horb – Teil Neckartalbrücke


Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat in der Pressemitteilung vom 10. August 2021 über die Erhöhung der Gesamtkosten informiert.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe plant und baut zur Entlastung der Ortsdurchfahrt Horb die Ortsumfahrung Horb mit einer neuen Neckartalbrücke. Nach dem Spatenstich am 2. November 2018 befinden sich die Arbeiten mit dem Ausbau der B 32 bei Nordstetten nun bereits im zweiten Bauabschnitt. Da sich im Laufe der Planungen dringende, notwendige Änderungen ergeben haben, hat das Regierungspräsidium, wie bereits mit Pressemitteilung vom 21. Juli 2021 angekündigt, die Kosten aktualisiert. Die bisher kalkulierten 65 Millionen Euro für das Projekt B 32, Ortsumfahrung Horb – Teil Neckartalbrücke werden sich im Ergebnis um 37,5 Millionen Euro auf insgesamt 102,5 Millionen Euro erhöhen.

Gründe für die Kostensteigerung sind im Wesentlichen das geänderte Bauverfahren beim Bau der Hochbrücke, die bei Planung noch nicht abschließend bekannten geologischen Verhältnisse, die Abänderung von Lärmschutzwänden in Stützwände mit aufgesetzten Lärmschutzwänden sowie die erheblichen Steigerungen des Baupreisindex.

Erläuterungen der Gründe im Einzelnen:

  • Geändertes Bauverfahren beim Bau der Hochbrücke
    Im Rahmen der Entwurfsplanung für die Neckartalbrücke musste das Bauverfahren von einer teilweisen Errichtung im Freivorbau mit kombiniertem bodengestütztem Traggerüst auf eine Bauweise mit vollständig bodengestütztem Traggerüst umgestellt werden. Diese Bauweise ist erforderlich, um ausreichende Sicherheiten gegen Windkräfte im Bauzustand zu gewährleisten. Die Kostensteigerung für diese Änderung beläuft sich auf rund 9,5 Millionen Euro. Um die Erstellung der genannten Traggerüste sowie der Brückenpfeiler zu ermöglichen, müssen vorab Baustellenzuwegungen und Arbeitsbereiche geschaffen werden. Dies ist sowohl auf der Seite Rauschbart als auch auf der Seite Nordstetten erforderlich. Nur so können die für den Hochbrückenbau notwendigen Baugeräte an ihren Einsatzort transportiert und dort eingesetzt werden. Die Mehrkosten für die Vorbereitungsarbeiten belaufen sich auf circa 6,6 Millionen Euro.
  • Geologische Verhältnisse
    Die bei Planung noch nicht abschließend bekannten und erst im Bauprozess sichtbar gewordenen komplexen geologischen Verhältnisse führen zu Mehraufwendungen zur Sicherstellung der Standfestigkeit sowie zur Aufbereitung von Bodenmaterial. Dazu müssen beispielsweise die vorgefundenen Felsklüfte verfüllt werden, um eine standfeste Bauwerksgründung gewährleisten zu können. Weiterhin muss anfallendes Ausbaumaterial vor dem qualifizierten Wiedereinbau teilweise aufbereitet werden. Die Mehrkosten hierfür betragen circa 2 Millionen Euro.
  • Abänderung von Lärmschutzwänden in Stützwände mit aufgesetzten Lärmschutzwänden
    Ein Erfordernis des Planfeststellungsverfahrens war unter anderem auch, die Möglichkeit einer Anfüllung des bergseitigen Geländes zwischen dem neu erstellten Überführungsbauwerk bei Nordstetten und dem südlichen Anschluss der Hochbrücke zu prüfen. Nach Feststellung der Machbarkeit und Festlegung der Ausführung musste bei der Erstellung der Ausführungsplanung, die ursprünglich vorgesehene Lärmschutzwand in eine Stützwand mit aufgesetzter Lärmschutzwandkonstruktion abgeändert werden. Daraus ergeben sich Kostensteigerungen von rund 7,1 Millionen Euro.
  • Steigerungen des Baupreisindex
    Allgemeine Steigerungen des Baupreisindex seit 2018 führen zu Mehrkosten von rund 4,2 Millionen Euro.
  • Weitere zusätzliche Kosten
    Weitere Kostensteigerungen in Höhe von rund 8 Millionen Euro ergeben sich für Grunderwerb, Vermessung, Ausgleichsmaßnahmen und Baustelleneinrichtungen. Außerdem fallen zusätzliche Kosten wegen der zur ursprünglichen Schätzung höheren Angebote aufgrund der aktuellen Marktlage in der Bauwirtschaft an.

    Die aktuelle Kostenfortschreibung liegt dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Prüfung vor.

Nächste Schritte
Im Herbst 2021 wird gemäß der aktuellen Planung die europaweite Ausschreibung für den Bau der Hochbrücke sowie die Baustellenzuwegung auf der Seite von Nordstetten veröffentlicht werden.

Weitere Informationen zum Gesamtprojekt „B 32 Ortsumfahrung Horb – Teil Neckartalbrücke“ sind auf der Projektseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter www.hochbruecke-horb.de/ abrufbar.

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Redakteur / Urheber
Regierungspräsidium Karlsruhe

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