Banner_Amtsblatt

Ihr Ansprechpartner

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Pressestelle

07451 901-270
07451 901-290
E-Mail senden / anzeigen
Rathaus Horb
Marktplatz 8
72160 Horb am Neckar
Stadtteil: Horb

Horber Amtsblatt

  • Informative Beiträge, amtliche Nachrichten und aktuelle Veranstaltungshinweise finden Sie auch im Horber Amtsblatt.

RSS-Feed

  • RSS-FeedBleiben Sie informiert: Sie können die Pressemitteilungen der Stadt Horb am Neckar auch als RSS-Feed abonnieren.

Stadtnachricht

Informationen zur aktuellen Coronavirus-Lage in Horb a. N. (18.03.2020 - C18)


Die Landesregierung hat ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen angepasst. Die neuen Regelungen gelten ab Mittwoch, den 18. März 2020. Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, werden Einrichtungen und Geschäfte in großem Umfang geschlossen. Es gelten u.a. folgende Regelungen:
 
Offen bleiben
  • ·                     Einzelhandel für Lebensmittel,
  • ·                     Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste,
  • ·                     Getränkemärkte,
  • ·                     Apotheken,
  • ·                     Sanitätshäuser,
  • ·                     Drogerien,
  • ·                     Tankstellen,
  • ·                     Banken und Sparkassen,
  • ·                     Poststellen,
  • ·                     Frisöre, Reinigungen, Waschsalons,
  • ·                     der Zeitungsverkauf,
  • ·                     Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel
  • ·                     Hofläden und Raiffeisenmärkte
Diese Verkaufsstellen können jetzt auch am Sonntag und Feiertag geöffnet werden.
 
Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen.
 
Der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich untersagt.
Vom Verbot ausgenommen sind allerdings Gaststätten, die Speisen und Getränke anbieten sowie Mensen, wenn sichergestellt ist, dass
o    die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist,
o    Stehplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist.
Die Gaststätten dürfen frühestens ab sechs Uhr geöffnet und müssen spätestens ab 18 Uhr geschlossen werden.
 
Der Betrieb folgender Einrichtungen wird untersagt:
  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater,
  • Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen,
  • Kinos,
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen,
  • alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios, und ähnliche Einrichtungen,
  • Volkshochschulen und Jugendhäuser,
  • öffentliche Bibliotheken,
  • Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen,
  • Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks sowie Anbieter von Freizeitaktivitäten (auch außerhalb geschlossener Räume),        Spezialmärkte
  • Öffentliche Spiel- und Bolzplätze.
Die Stadt Horb a. N. wird die Vorgaben dieser Vorordnung wie beschlossen umsetzen. Zu den bisher bereits geschlossenen Einrichtungen kommen nunmehr auch öffentliche Spiel- und Bolzplätze hinzu, auch der Skatepark in Horb a. N. Die Schließung aller Gaststätten - außer Speisegaststätten und Mensen unter Auflagen - hat die Verwaltung auch den Gastronomiebetrieben bereits einzeln mitgeteilt. Doch auch für Speisegaststätten und überall sonst gilt: notwendigen Abstand einhalten und persönlichen Kontakt vermeiden. In einigen Nahversorgungsmärkten funktioniert dieses schon ganz gut, z.B. beim Anstehen in der Schlange, in anderen muss hierauf noch mehr geachtet werden.
 
Einen großen Einschnitt bedeutet auch die Schließung aller Einzelhandelsbetriebe, außer den in der Verordnung aufgezählten Ausnahmen. Oberbürgermeister Peter Rosenberger ruft die Bevölkerung auf, diese vielen Schließungen und Restriktionen als notwendig zu betrachten, damit unsere schwächeren Mitmenschen geschützt werden und unser Gesundheitssystem weiterhin aufrechterhalten bleibt. „Angesichts der Bilder, die wir aus italienischen Krankenhäusern zu sehen bekommen, müssen wir alles tun - auch persönliche Einschnitte hinnehmen – damit es in unserem Land nicht auch soweit kommt. Dieses gelingt uns aber nur gemeinsam und unter Mitwirkung eines jeden Einzelnen. Die Stadtverwaltung wird die Einhaltung der Verordnung durch regelmäßige Kontrollen durch die Ortspolizeibehörde sicherstellen – dieses nicht zur Schikane sondern zum Schutz. Die Interessen eines Einzelnen müssen derzeit dem Schutz der gesamten Bevölkerung hintenangestellt werden.“
 
Gleichzeitig zeigt sich in Horb a. N. eine große Solidarität von hilfsbereiten Menschen. Die Zahl der Hilfsangebote ist derzeit größer als die der Hilfesuchenden. Hierfür ist die Stadtverwaltung sehr dankbar. Es zeigt, dass im Moment die Versorgungssituation durch den Familien und Bekanntenkreis sowie unbürokratisch über die Nachbarschaft bewältigt werden kann.
 
Neben dem eingerichteten Hilfstelefon sowie dem Bürgertelefon hat die Stadtverwaltung einen Katalog mit „Häufig gestellten Fragen“ erarbeitet, der Fragen auf alle möglichen Lebenslagen - speziell Horb betreffend - beleuchtet. Dieser wird laufend fortgeführt – es werden auch Fragen die derzeit beim Bürgertelefon eingehen hier einfließen. Der Fragenkatalog ist auf der städtischen Homepage einsehbar sein und kann als Erstinformation von den Bürgerinnen und Bürgern schnell und unbürokratisch genutzt werden.
 
Am gestrigen Abend hat Oberbürgermeister Peter Rosenberger die Fraktionen des Gemeinderats im Rahmen einer Ältestenratssitzung detailliert über die aktuelle Lage in Horb a. N. und im Besonderen über die Veränderungen der derzeitigen Arbeitsabläufe in der Stadtverwaltung informiert. Die Fraktionen haben sich darauf verständigt, dass aufschiebbare kommunalpolitische Themen, angesichts dieser schwierigen Lage, zurückgestellt werden. Es herrscht Einigkeit darüber, dass jetzt nicht die Zeit für Auseinandersetzungen ist, sondern einheitliches Handeln zum Wohl und Schutz der Bevölkerung gefordert ist. Weiterhin wurde einvernehmlich festgelegt, die Gremienarbeit für die nächste Zeit auf das absolute Mindestmaß zu reduzieren. Aus diesem Grund wird die nächste Gemeinderatssitzung voraussichtlich erst am 28. April 2020 stattfinden – selbstverständlich unter Berücksichtigung notwendiger Vorsichtsmaßnahmen. Darüber hinaus wird der Ältestenrat Oberbürgermeister Peter Rosenberger in den nächsten Wochen weiterhin beraten, inwiefern Themen im Rahmen einer ordentlichen Sitzung behandelt werden sollen.
 
Da durch die Corona-Verordnung des Landes vom 16.03.2020 eine wichtige Großveranstaltung in Horb a. N. nicht mehr zulässig ist – die Horber Musiktage – wurde auch hinterfragt, inwiefern die Horber Ritterspiele, die vom 19.- 21. Juni geplant waren, stattfinden können. Die Corona-Verordnung tritt nach derzeitigem Rechtsstand am 15. Juni 2020 außer Kraft, kann aber durch Rechtsverordnung des Sozialministeriums verlängert werden. Die Mitglieder des Ältestenrats haben sich darauf verständigt, die Veranstaltung von der Ortspolizeibehörde auf Ihre Durchführbarkeit zum geplanten Zeitpunkt prüfen zu lassen.


Alle Informationen rund um die Coronavirus-Lage sind unter www.horb.de/coronavirus zu finden.

^
Redakteur / Urheber

Direkt | finden

  • Horb am Neckar
  • Marktplatz 8
  • 72160 Horb am Neckar
  • 07451 901-0
  • post@horb.de