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Horbs „Bilderbuch“ erstrahlt wieder


Nach einem langen, sehr aufwändigen Prozess haben Wilhelm Glaser und sein Team die Restaurierungsarbeiten an der Rathausfassade von Horb a. N. fertiggestellt. Der Horber Künstler Wilhelm Klink hat zwischen 1925 und 1927 die Rathausfassade mit seinem Kunstwerk versehen.
Die Besonderheit des Werkes ist, dass die Motive im Stil der 1820er-Jahre sind. Laut Martin Wenz vom Landesdenkmalamt muss sich Klink mit der Zeit bis ins Detail beschäftigt haben, um solche „einzigartigen“ Szenen aus dem Stadtleben zu schaffen. „Sie verbinden die Vergangenheit mit der Zukunft“, sagt Wenz. Die Witterungseinflüsse ließen das Kunstwerk im Laufe der Zeit jedoch verblassen. In den Jahren 1959, 1989, 1998 und 2011 unternahm man Renovierungsarbeiten, die bedauerlicherweise nicht lange von Erfolg blieben. Aus diesem Grund hatte man sich entschlossen, nun eine umfangreiche, naturwissenschaftliche Restauration vorzunehmen. Diese kam der Ursache nun auf den Grund. Klink war damals gezwungen auf einen Dolomitkalk-Zementputz zu malen, obwohl dieser zu glatt war. Deshalb wusch er den Putz mit Salzsäure ab, um ihn rauer zu machen.
Was er damals nicht ahnen konnte war, dass er damit eine chemische Reaktion in Gang setzte, die eine Salzschicht zwischen Putz und Farbe entstehen ließ, welche die Haftung der Farbe verhinderte. Auch Bürgermeister Ralph Zimmermann „litt an dem Zustand der Fassade mit“, weshalb er froh war, dass man mit Herrn Glaser und seinem Team einen kompetenten Restaurateur aus der Nähe auswählen konnte. Glaser besserte mit feinsten Retuschearbeiten Schicht für Schicht die Fassade aus. Letztendlich hat die Restaurierung 250.000 Euro gekostet. Zur Hälfte trägt die Stadt diese Summe selbst, 70.000 Euro wurden vom Landesdenkmalamt bezuschusst und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz steuerte 50.000 Euro bei. Totto Lotto Baden-Württemberg übergab der Stiftung Einnahmen der Glücksspirale, die einen Großteil dieser Summe abdecken.
Jetzt erstrahlt „die Visitenkarte“ Horbs wieder in dem ursprünglichen Ocker-Ton, durch den die Malereien wieder richtig leuchten. „Als nächstes Projekt steht dann das Wachthaus an“, sagt Zimmermann.
Bei dessen Projekt der Bürgermeister wieder auf die Unterstützung der Beteiligten, die auch in das Projekt Rathaus involviert waren, hofft.
Horbs Bilderbuch erstrahlt wieder
Die deutsche Stiftung Denkmalschutz und Totto Lotto übergaben Bürgermeister Ralph Zimmermann eine Bronzetafel, die wie ein Gütesiegel der Arbeiten ist.
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