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Bürger-Dialog liefert wichtige Erkenntnisse für ÖPNV


Rund 4.500 Teilnehmer gaben beim Bürger-Dialog ihre Meinung über das bestehende Angebot von Bus und Bahn im Landkreis Freudenstadt ab. Dies bedeutet, dass sich ungefähr 10 % aller Haushalte des Landkreises an der Umfrage beteiligt und Wünsche und Verbesserungsvorschläge zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geäußert haben. Damit liegen aussagekräftige Werte vor. An der Umfrage haben genau so viele Frauen wie Männer teilgenommen und auch das Alter der Teilnehmenden war relativ repräsentativ für den Landkreis. Lediglich die Ü61-Teilnehmer waren im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung im Landkreis Freudenstadt unterrepräsentiert.

Fast genauso viele Teilnehmende waren berufstätig (56 %), wie Arbeitsuchende (1 %), Familienfrauen/-männer (3 %), Rentner (9 %) und Schüler (29 %) zusammen. Mit 76 % aller Befragten erreichten die 18- bis 69-Jährigen einen in der Bevölkerungsverteilung repräsentativen Anteil. Ebenso haben die Schüler mit knapp 30 % einen hohen Anteil; dies ist auch auf das besondere Engagement in den Schulen zurückzuführen. Gerade bei den jungen Menschen – das zeigen viele wissenschaftliche Untersuchungen und auch die Logik – ist das Mobilitätsverhalten noch am ehesten zu beeinflussen. In der aktuellen Debatte, um das Engagement junger Menschen bei Umwelt- und Mobilitätsfragen, ein wichtiges Zeichen.
Und auch alle Städte und Gemeinden des Landkreises waren entsprechend Ihrer Größe vertreten. Diese Angabe ist insbesondere dann wichtig, wenn im Rahmen der Detailplanungen des neuen Mobilitätskonzeptes, die Wünsche der Bevölkerung und ihre Anregungen für jeden Wohnort einzeln anzuschauen sind.

Sehr interessant ist zu sehen, dass ungefähr die Hälfte der Bürger die teilgenommen haben, immer ein Auto zur Verfügung haben. Dies zeigt, dass nicht nur die, die auf den ÖPNV angewiesen sind (29 %) Interesse an der Umfrage gezeigt haben, sondern auch die, die immer Zugriff auf ein Auto haben (55 %).

Das Mobilitätsverhalten allgemein unterscheidet sich im Landkreis Freudenstadt nicht von den „bundesweiten Gesetzmäßigkeiten“. Das Auto dominiert als Verkehrsmittel den Landkreis Freudenstadt. Lediglich bei den Wegen zur Ausbildung und zur Schule wird der ÖPNV bevorzugt, dies ist vornehmlich des altersbedingt verwehrten Führerscheinbesitzes geschuldet. Zusätzlich bedeutsam ist die hohe Zahl der „Wege zur Begleitung“, die ebenfalls weit überwiegend mit dem Pkw zurückgelegt werden und tendenziell überflüssig sind. Ein besseres ÖPNV-Angebot würde hier den Menschen helfen, aus der persönlichen Isolation auszubrechen, ohne wiederum neuerlich auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Die hohe Autoaffinität im Landkreis Freudenstadt spiegelt sich zudem wider in einer vergleichsweise geringen Nutzungshäufigkeit von Bus und / oder Bahn (Nutzung des Bahnangebots seltener als einmal Monat, ca. 50 % und Nutzung des Busangebots seltener als monatlich bzw. nie zusammen, ca. 60 %).

Es ist auffallend, dass sich die Teilnehmer grundsätzlich einen Ausbau des Angebots wünschen (>50%). Auffallend ist hier der Wunsch nach mehr Angeboten am Wochenende abends und von Fahrten im Freizeitverkehr. Neben einer Absenkung der Ticketpreise (2215 Stimmen) wünschen sich viele Bürger auch eine Verbesserung der Echtzeitinformationen (1616 Stimmen). Zudem kann mit den konkreten Angaben über Fahrplanlücken oder unterrepräsentierte Strecken eine bessere Vernetzung im Landkreis geplant werden.

Fazit: Insgesamt ist die Kreisverwaltung mit der Umfrage sehr zufrieden. Was sowohl die Teilnahme, also auch deren Ergebnis betrifft. Besonders die Anregungen und Vorschläge können dazu dienen, dass Angebote spezifischer auf die Wünsche der Bürger ausgerichtet werden. Dies betrifft insbesondere den allgemeinen Ausbau des Angebots speziell im Freizeitverkehr und im Wochenendangebot abends.
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