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Augen auf beim Waldspaziergang - Die Borkenkäfer sind los


Endlich sind die ersten sommerlichen Tage da. Dies gefällt nicht nur den Menschen, auch der Borkenkäfer hat bei diesen Temperaturen seine Überwinterungsbäume verlassen und ist ausgeschwärmt, um sich neue Fichten und Tannen als Brutbäume zu suchen. Daher heißt es ab sofort für alle Waldbesitzenden: Zeit für Kontrollen und Suche nach frischem Käferbefall. Bei Fichte und Weißtanne sind Anzeichen dafür Harztröpfchen am Kronenansatz, braunes Bohrmehl am Stammfuß oder an Rindenschuppen oder gar Spechtabhiebe. Aber auch sich schnell verfärbende Kronen von Fichten und Weißtannen deuten darauf hin, dass sich die Schädlinge eingenistet haben. Nicht jeder Fichten- oder Tannenbestand ist gleichmäßig befallen. Besonderes Augenmerk sollte bei der Kontrolle vor allem auf Beständen liegen, die im vergangen Jahr bereits vom Borkenkäfer befallen waren sowie lockere und besonnte Nadelwälder. Aber auch durch Schneebrüche, Windwürfe oder Kronenabbrüche geschädigte Bestände werden vom Borkenkäfer bevorzugt befallen.

Hinzu kommt, dass die Bäume vom letztjährigen Hitzesommer noch geschwächt sind und der winterliche Niederschlag nicht ausgereicht hat, um die Wasserspeicher der Waldböden wieder aufzufüllen. Optimale Bedingungen für die kleinen Käfer, welche eine sehr hohe Vermehrungsrate aufweisen. Aus einem Käfer können sich innerhalb eines Jahres drei Generationen mit bis zu 8000 Nachkommen entwickeln.

Was tun wenn frischer Käferbefall gefunden wird?
Die befallenen Bäume müssen so schnell wie möglich eingeschlagen und die Borkenkäfer vor dem erneuten Ausflug aus dem Wald gebracht oder unschädlich gemacht werden. Ein schneller Verkauf und Abfuhr ist aufgrund der immer noch angespannten Holzmarktlage in ganz Europa und der verringerten Abfuhrkapazitäten oft nicht möglich. Vor jedem Holzeinschlag sollte daher vorab mit den Revierleitenden Kontakt aufgenommen werden. Von ihnen erhalten die betroffenen Waldbesitzenden Informationen über die Aushaltung der vermarktbaren Holzsortimente und wie mit dem befallenen Käferholz umgegangen werden soll. Die Kontaktdaten der örtlich zuständigen Revierleitenden stehen auf der Homepage www.landkreis-freudenstadt.de und können beim Kreisforstamt unter Tel. 07441 920-3001 erfragt werden.
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