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Planungen für die Neckartalbrücke
Teil 3 - Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zum Schutz von Natur und Landschaft


Die Planungen der Neckartalbrücke basieren auf umfassenden umwelt- und naturschutzfachlichen Untersuchungen, wie der Umweltverträglichkeitsstudie, der FFH-Verträglichkeitsprüfung, dem Artenschutzfachbeitrag und dem Landschaftspflegerischen Begleitplan. Das Konzept der Neckartalbrücke enthält aufgrund dieser vorgeschalteten Untersuchungen und einer begleitenden Optimierung im Zuge der Entwurfsbearbeitung eine Reihe von Vorkehrungen und Maßnahmen, die der Vermeidung bzw. Verminderung von Beeinträchtigungen dienen. So entspricht die Trassierung der B 32 neu den Empfehlungen der Umweltverträglichkeitsstudie. Aufgrund der naturräumlichen Situation wurden keine alternativen Trassierungen zum Bau einer Neckartalbrücke gefunden. Die Neckartalbrücke wird so geführt, dass die naturschutzfachlich hochwertigen Talflanken des Neckartals möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass bei den Planungen zur Neckartalbrücke inklusive der erforderlichen Knotenpunkte zum Anschluss der Brücke an die bestehenden Trassierungen, naturschutzfachliche Belange mit dem gebotenen Gewicht in die Zweckmäßigkeitsüberlegungen eingegangen sind. Aber trotz umfänglicher Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen ergeben sich durch die Baumaßnahme erhebliche Beeinträchtigungen vor allem der Schutzgüter Boden, Tiere und Pflanzen, sowie Landschaftsbild und landschaftsbezogene Erholung, die nicht weiter zu mindern sind und die deshalb Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erforderlich machen. Die Beeinträchtigung der Schutzgüter ergibt sich vor allem durch die zusätzliche Flächenversiegelung bzw. Umwandlung von Böden zu Straßennebenflächen, durch die baulichen Eingriffe in den Südhang, welcher Bestandteil des FFH-Gebietes „Horber Neckarhänge“ ist, und in den Nordhang, mit der jeweils charakteristischen Flora und Fauna. Auch hinsichtlich der betriebsbedingten Auswirkungen durch Lärm ergeben sich Zusatzbelastungen im Bereich der Neckartalhänge mit Folgen, beispielsweise für die Erholungsnutzung. Hinzu kommen die Freimachung des Baufeldes im Bereich des Neckartals und die übrige baubedingte Flächeninanspruchnahme. Durch den Verlust von Gehölz- und Waldbeständen, die starke Überformung der Geländestruktur und die Ingenieur-Bauwerke wird der Landschaftscharakter erheblich gestört und verändert.

Für die erheblichen Beeinträchtigungen, die nicht verhindert oder gemindert werden können, wurde ein Konzept für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erstellt. Dieses basiert auf übergeordneten fachlichen Zielsetzungen für Naturschutz und Landschaftspflege.. Schwerpunktmäßig sieht das Konzept einerseits Maßnahmen im unmittelbaren Umfeld der Neckartalbrücke zur Gestaltung der Straße, zur optischen Einbindung in die Landschaft sowie andererseits für den Arten- und Biotopschutz vor. Neben einer standortgemäßen Waldbegründung und Maßnahmen zur Optimierung bestehender Wälder enthält das Maßnahmenkonzept beispielsweise auch Ersatzmaßnahmen im Bereich des Naturschutzgebietes „Osterhalde“,. Insgesamt wird aus naturschutzfachlicher Sicht davon ausgegangen, dass die Eingriffsfolgen mit der Umsetzung des landschaftspflegerischen Begleitplanes bewältigt werden können.

Das Ergebnis der artenschutzfachlichen Beurteilung zeigt, dass hinsichtlich der streng geschützten Tierarten durch das geplante Vorhaben keine Verbotstatbestände nach Bundesnaturschutzgesetz zu erwarten sind. Ob eine Beeinträchtigung von Natura 2000 Belangen vorliegt, wurde durch eine FFH-Verträglichkeitsprüfung überprüft. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Maßnahme nicht mit erheblichen Beeinträchtigungen maßgeblicher Bestandteile des FFH-Gebietes „Horber Neckarhänge“ sowie der auf diese Bestandteile gerichteten Erhaltungs- und Entwicklungsziele verbunden ist.

Die Umweltverträglichkeitsstudie kommt - unter Berücksichtigung von Lärm- und Luftschadstoffgutachten - zu dem Ergebnis, dass das verfolgte Ziel einer deutlichen und nachhaltigen Entlastung der Kernstadt Horb (Ortsdurchfahrtsstrecken) von Luftschadstoffen und hohen Lärmbelastungen erreicht wird. Laut der Studie liegtdie Neubelastung mit Schadstoffen entlang der Zufahrtsstrecken zur Neckartalbrücke deutlich unter jeglichen Schwellen-, Richt- und Grenzwerten. Die Neubelastung durch Lärm entlang der Zufahrtsstrecke B 32 kann für größere Teile des Siedlungsrandes von Horb a.N.-Nordstetten durch entsprechende Schallschutzmaßnahmen unter das Belastungsniveau abgesenkt werden, wie es sich zukünftig ohne Neckartalbrücke einstellen würde.

Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Mittwoch, den 29. April 2015 um 18:00 Uhr in der Horber Hohenberghalle werden die Pläne und Untersuchungsergebnisse vorgestellt. Alle Informationen zu den aktuellen Planungen der Neckartalbrücke B 32 sind bereits auf einer Projektseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe zusammengestellt und können über einen Link auf der städtischen Homepage unter www.horb.de/Neckartalbrücke abgerufen werden.
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