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Planungen für die Neckartalbrücke
Teil 1 - Straßenplanungen


Die vom Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) vorgestellten Planungen sind Grundlage des Planfeststellungsverfahrens, welches das RP voraussichtlich Ende April/Anfang Mai 2015 einleiten wird.

Die Bundesstraße B 32 stellt einen wichtigen Abschnitt der West-Ost-Achse B 28 – A 81 in der Region Nordschwarzwald dar. Im aktuellen Bedarfsplan des Bundes für Bundesfernstraßen ist die Neckartalbrücke mit der Dringlichkeitsstufe „Vordringlicher Bedarf“ ausgewiesen. Dies ist insbesondere auf die überregionale Bedeutung in der Region und auf die hohe Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt der Kernstadt zurückzuführen.

Der Planungsabschnitt erstreckt sich von der bestehenden B 14 (Abzweigung Haugenstein) über das Neckartal bis zur bestehenden B 32 (Hornaustraße am Ortsende von Nordstetten). Die Gesamtlänge der Maßnahme beträgt 2,012 km, wobei rund 670 m auf das Brückenbauwerk entfallen. Insgesamt sind drei Knotenpunkte geplant. Der erste Knotenpunkt entsteht an der bereits vorhandenen Anbindung der L 396 in Nordstetten, die beiden anderen Knotenpunkte sollen an den Widerlagern der Neckartalbrücke entstehen, um die vorhandenen Straßen (B 14 alt und B 32 alt) an die Brücke anzubinden. Die Anbindung der L 396 erfolgt über einen Knoten mit Überführung der L 396 über die B 32. An den beiden Widerlagern entstehen niveaugleiche, signalisierte Knotenpunkte.

Die Neckartalbrücke wird eine Höhe bis zu 70 m über Talgrund erreichen. Insgesamt orientiert sich der Höhenverlauf der neuen B 32 am Bestand der B 14 alt nördlich der Neckartalbrücke und der B 32 alt südlich der Neckartalbrücke, wodurch sich eine maximale Steigung von rund 6 % ergibt.

Die Querung des Neckartals mittels Neckartalbrücke und die technische Ausgestaltung der gesamten Baumaßnahme, insbesondere hinsichtlich der Straßenquerschnitte, Knotenpunkte und Abbiegespuren, wurden auf ihre Zweckmäßigkeit überprüft. Ausschlaggebend für eine Beurteilung der Zweckmäßigkeit sind die Aspekte der Umweltverträglichkeit mit den Bereichen Lärm und Schadstoffe, Natur und Landschaft, Land- und Forstwirtschaft, Flächenbedarf, Wassergewinnungs- und Überschwemmungsgebiete sowie die Berücksichtigung der bebauten Gebiete. Weiterhin ist die Baumaßnahme bezüglich Leistungsfähigkeit, Verkehrswirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und unter Berücksichtigung der topographischen Gegebenheiten geprüft worden.

Varianten in Form von alternativen Trassen ergaben sich bei dieser Zweckmäßigkeitsbetrachtung nicht. Vor allem die schwierige Topographie zusammen mit der Notwendigkeit eines Anschlusses an die bestehenden Trassierungen der B 14 und der B 32 und die umweltfachlichen Schutzgebiete, insbesondere die naturschutzfachlich hochwertigen Talflanken des Neckartals, lassen eine gänzlich andere Trassierung nicht zu. Auch unter dem Aspekt des Flächenverbrauchs bleibt keine alternative Möglichkeit.

Die Gestaltung des Knotenpunkts in Nordstetten mit der Anbindung der L 396 wurde in einer Machbarkeitsstudie überprüft. Hierbei sind 11 Varianten, darunter auch die Varianten der “Horber Initiative für Lärmschutz“ (HIL), geprüft worden. Bei den HIL-Varianten würde durch die Tieflage in Bodendeckschichten eingegriffen und das in unmittelbarer Nähe der Wasserschutzzone für die “Egelstalquelle“. Eine solche Variante kann schon aus Gründen des Trinkwasserschutzes nicht realisiert werden. Daher wird unter Abwägung der Vor-und Nachteile aller Varianten ein Anschluss der L 396 mit einer Überführung der B 32 in die Planung für das Planfeststellungsverfahren aufgenommen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 47,904 Mio. Euro brutto. Die Durchführung der Baumaßnahme erfolgt abschnittsweise. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 60 Monate.

Die Serie "Neckartalbrücke" wird mit den Punkten Verkehrsmenge und Lärmschutz (Teil 2), Schutz-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (Teil 3) sowie dem weiteren Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung (Teil 4)  fortgesetzt.

Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Mittwoch, den 29. April 2015, ab 18:00 Uhr, werden die Pläne vorgestellt. Alle Informationen zu den aktuellen Planungen der Neckartalbrücke B 32 sind bereits auf einer Projektseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe zusammengestellt und können über einen Link auf der städtischen Homepage unter www.horb.de/Neckartalbrücke abgerufen werden.
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