Amtsblatt Horb

Aktuelles

Weitere Öffnung der Kitas ab Montag, 25. Mai 2020 (19.05.20 - C79)


Nachdem das Land Baden-Württemberg mit der Corona-Verordnung vom 16. Mai 2020 die Verantwortung für die weitere Öffnung der Kindertageseinrichtungen weitgehend auf die Kommunen und Freien Trägern verlagert hat, haben die kommunalen Landesverbände sowie die kirchlichen Trägerverbände gemeinsame Orientierungshinweise erarbeitet.
 
Fest steht, dass die erweiterte Notbetreuung, so wie sie jetzt schon gehandhabt wird, weiterhin an erster Stelle steht. Die weiteren Kapazitäten sollen, bis zur Ausschöpfung von 50 % der bisherigen Gruppengrößen, genutzt werden. Das Positionspapier sieht zwei Varianten vor. Die eine orientiert sich u. a. an pädagogischen Gesichtspunkten sowie festen Vergabekriterien. Diese Variante kommt den bisherigen Überlegungen bei der Stadt Horb a. N. nahe. Die andere Variante ermöglicht eine Betreuung von vielen Kindern, allerdings nur stunden- oder tageweise in einem rollierenden System, allerdings ohne pädagogische Notwendigkeiten zu berücksichtigen. Welches System eher in Frage kommt, hängt von der Situation in der jeweiligen Gemeinde oder Einrichtung ab.
 
Die Stadt Horb a. N. hat sich in mit den Freien Trägern der Kindergärten in mehreren Gesprächen abgestimmt. Dabei waren sich alle einig, dass das bisherige Konzept der Notbetreuung vorrangig die Belange der Eltern berücksichtigt, also ob diese in einem systemrelevanten Beruf beschäftigt sind oder Präsenzpflicht am Arbeitsplatz haben. Diese Notbetreuung bleibt bestehen. Bei der Verteilung der weiteren freien Betreuungskapazitäten sollen nun die Belange der Kinder mehr im Mittelpunkt stehen.
 
Stand Dienstag, 19. Mai 2020 sind in der Notbetreuung 129 Kinder angemeldet. Die verbleibenden Kapazitäten von ca. 250 Plätzen sollen in folgender Reihenfolge aufgefüllt werden:
  • 1. Kinder mit Behinderung (Inklusion) sowie Kinder, die an einem Programm zur Sprachförderung teilnehmen,
  • 2. Geschwisterkinder der unter 1 genannten Kinder (damit die Eltern eine tatsächliche Entlastung erfahren),
  • 3. Vorschulkinder,
  • 4. Geschwisterkinder der Vorschulkinder.

Sind die Kapazitäten in einer Einrichtung erschöpft, soll den unter 1. und 2. genannten Kindern eine Aufnahme in eine andere Einrichtung ermöglicht werden, wenn dieses von den Eltern gewünscht wird. Vorschulkinder sowie deren Geschwisterkinder werden nur an der Einrichtung betreut, die sie vorher besucht haben.
 
Mit der zusätzlichen Betreuung nach diesen Kriterien kann am Montag, 25. Mai 2020 gestartet werden. Zuständig sind die jeweiligen Kindergartenträger. Eltern, deren Kind betreut werden kann, werden aktiv vom jeweiligen Kindergartenträger angerufen. Hiervon ausgenommen bleibt die Erweiterte Notbetreuung, für die Eltern ihr Kind nach wie vor bei der Stadt Horb a. N. anmelden können.
 
Die Betreuungszeit erfolgt im VÖ-Modell (verlängerte Öffnungszeiten) und beträgt täglich sechs Stunden. In den Pfingstferien gelten die Schließzeiten der jeweiligen Einrichtung, die bisher schon den Eltern mitgeteilt wurden.
 
Der Stadtverwaltung Horb a. N. und den Freien Kindergartenträgern ist klar, dass dieses Modell dem Bedarf der Eltern und der Kinder nicht gerecht werden kann, da es nach wie vor kein regulärer Kindergartenbetrieb ist. Dieser ist gemäß Corona-Verordnung noch bis zum 15. Juni 2020 untersagt. Bei der Verteilung der freien Kapazitäten werden die Belange von Eltern und von Kindern, so gut es unter den eingeschränkten Möglichkeiten geht, berücksichtigt. Welche Regelungen nach dem 15. Juni gelten und ob es danach in einen tatsächlichen Regelbetrieb übergeht, bleibt den weiteren Verordnungen des Landes vorbehalten.
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