Amtsblatt Horb

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Parkhaussanierung angelaufen


Das Parkhaus Innenstadt wurde im Jahr 1985 errichtet und ist seither ohne größere Instandsetzungen die letzten Jahrzehnte für öffentliche Zwecke, aber auch für private Stellplatzbesitzer, nutzbar gewesen.

Über den Eintrag von salzhaltigem Tauwasser durch die einfahrenden Fahrzeuge ist jedoch im Laufe der Jahre der bestehende Beton angegriffen worden und die Beschichtung, welche im Jahr 1998 zum Schutz des Betons aufgebracht wurde, verschlissen und muss nun saniert werden.

Um nun zu verhindern, dass das eingetragene Salz die Stahlbewehrung angreift, und die Statik des Bauwerkes durch diesen Korrosionsprozess nicht mehr gewährleistet werden kann, hat man sich im Jahr 2018 dazu entschlossen, die eingedrungenen Chloride zu entfernen. Dies erfolgt nach einer zuvor durchgeführten Messung in allen 13 Parkebenen durch Abtrag des belasteten Betons mittels Hochdruckwasserstrahlverfahren. Mit mehreren hundert Bar wird der Beton mittels Wasserstrahl soweit abgetragen, bis die belasteten Schichten entfernt sind. An wenigen Stellen erfolgt der Betonabtrag bis zur Bewehrungslage. Anschließend erfolgt dann die Reprofilierung der bearbeiteten Flächen durch Betonneuauftrag und zum Abschluss wird eine neue Beschichtung zur Versiegelung der Betonoberfläche und zum Schutz vor neuem Salzeintrag aufgebracht.

Derzeit wird im Parkhaus Innenstadt der belastete Beton mittels Hochdruckwasserstrahlverfahren abgetragen.
Derzeit wird im Parkhaus Innenstadt der belastete Beton mittels Hochdruckwasserstrahlverfahren abgetragen.

Um möglichst zielgerichtet vorgehen zu können, wurden die nun zur Sanierung anstehenden Parkebenen nach der vollständigen Entfernung der Reste der alten Beschichtung nochmals vermessen und die Stellen mit hoher Chloridkonzentration bestimmt. An diesen Stellen wird dann der Estrich und anschließend der Beton bearbeitet.

Die Sanierungsarbeiten werden von der oberen Zufahrt in Richtung untere Zufahrt abschnittsweise durchgeführt. Von der Ebene 7 bis zur Ebene 4a inklusive dem Treppenhaus werden die Arbeiten des ersten Bauabschnittes  voraussichtlich bis Anfang 2020 stattfinden.

Die unteren Ebenen 1 bis 4 sind während dieser Zeit noch nutzbar. Dann werden die selben Arbeiten auch für die untere Hälfte des Parkhauses durchgeführt werden, so dass die Gesamtbaumaßnahme bis voraussichtlich Anfang 2021 gehen wird. Vorausgesetzt, es treten während den Sanierungsarbeiten keine unvorhersehbaren Mehrarbeiten auf.

Durch die durchgeführten Voruntersuchungen vom planenden Ingenieurbüro ist dieses Risiko soweit wie möglich eingeschränkt worden.

Die Kosten für die Betoninstandsetzung und die Erneuerung der Beschichtung werden sich nach dem heutigen Stand und Kenntnis des Sanierungsumfangs ohne Baunebenkosten auf netto rund 2,13 Mio. Euro belaufen.

Die Anwohner und die im näheren Umfeld liegenden Geschäfte sind von den Sanierungsarbeiten durch den trotz Schallschutzmaßnahmen noch wahrnehmbaren Baulärm zudem direkt betroffen und indirekt dadurch, dass in diesem Zeitraum weniger Parkplätze in diesem Bereich der Innenstadt zur Verfügung gestellt werden können.

Erklärtes Ziel der Stadtverwaltung ist es, die Bauzeit und damit die Sperrung von Teilen des Parkhauses so kurz wie möglich zu halten und zusammen mit dem bauleitenden Ingenieurbüro sowie der Baufirma den vorgesehenen Bauzeitenplan einzuhalten.

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