Amtsblatt Horb

Aktuelles

Räum- und Streupflicht beachten


Fällt der erste Schnee, glitzern Eissterne auf den Scheiben, freuen sich Kinder und Wintersportler. Doch Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger fürchten gefährliche Rutschpartien. An einem Wintertag müssen sich alle auf außergewöhnliche Wetterlagen einstellen. Früher aufstehen, das Auto oder das Fahrrad stehen lassen und den Bus benutzen und insgesamt vorsichtig sein.

Anlieger müssen bei Eis und Schnee die Gehwege und manchmal sogar Straßen freihalten. Die Pflichten der Anlieger im Einzelnen und warum Streusalz nur in wenigen Ausnahmefällen zugelassen ist, haben wir für Sie zusammengestellt.

Die Räum- und Streupflicht ist - wie der Name schon sagt - keine freiwillige Angelegenheit. Die Streupflicht-Satzung der Stadt Horb regelt verbindlich, wer, wo, wie und wann auf öffentlichen Flächen zu räumen und zu streuen hat.

Wer?

Räumen und streuen muss der Eigentümer oder Besitzer. In Mehrfamilienhäusern ist diese Aufgabe häufig im privaten Mietvertrag oder über die Hausverwaltung geregelt. Alte, kranke oder gebrechliche Menschen können oft nicht mehr selbst zum Schneeschieber greifen. Auch hält sich der Schneefall selten an Arbeitszeiten. Wer kann sich im Büro schon zum Schneeschieben verabschieden. Hier helfen Absprachen unter Nachbarn. Einfach mal fragen, so lassen sich oft für alle praktikable Lösungen finden. Es kann auch eine Firma damit beauftragt werden.

Wo?

Von allen Wegen, die an das Grundstück grenzen, müssen Eis und Schnee beseitigt werden. Die Räum- und Streupflicht bezieht sich auf Gehwege, Fußwege, Staffeln und sonstige Flächen, die dem öffentlichen Fußgängerverkehr gewidmet sind.

Ist kein Gehweg vorhanden oder in verkehrsberuhigten Bereichen muss für die Fußgänger ein mindestens 1,50 Meter breiter Streifen am Rand freigehalten werden.

Wie?

Die Flächen sind in einer Breite von mindestens 1,50 Meter von Schnee- und Eisglätte zu befreien und mit abstumpfendem Material (bspw. Sand, Splitt, Sägemehl oder Asche) zu bestreuen. Der Einsatz von Streusalz ist verboten. Aus Sicherheitsgründen darf ausnahmsweise Streusalz eingesetzt werden, wenn sich Glätte nicht auf andere zumutbare Weise beseitigen lässt. Schnee darf nicht auf die Straße geschoben werden und muss so abgelagert werden, dass die freigeräumten Geh- und Radwege sowie Straßenabläufe und Hydranten frei bleiben.

Wann?

Unverzüglich nach Ende des Schneefalls bzw. nach Entstehen der Glätte: Werktags von 07:00 bis 21:00 Uhr; an Sonn- und Feiertagen von 08:30 bis 21:00 Uhr. Auch wenn nach 21:00 Uhr noch Schnee fällt oder Glätte entsteht, muss bis spätestens 07:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 08:30 Uhr geräumt oder gestreut werden.

Wichtig!

Damit ein ordnungsgemäßer Winterdienst durch Räumfahrzeuge des Bauhofs und der Straßenbauverwaltung erfolgen kann, werden außerdem Fahrzeughalter dringend gebeten, ihre Fahrzeuge bei Schnee- und Eisglätte nicht am Fahrbahnrand zu parken, da oftmals für Winterdienstfahrzeuge kein Durchkommen mehr möglich ist.


Räumfahrzeug

In engen Straßen ist oft kein Durchkommen für breite Räumfahrzeuge

Bedenken Sie auch, dass die Fahrer der Schneepflüge nicht überall gleichzeitig sein können. Auch lässt sich der Schnee nicht einfach wegzaubern, sondern muss an bestimmten Stellen angehäuft werden. Und selbstverständlich kann nicht an jeder Hofeinfahrt das Räumschild hochgestellt werden. Wir bitten daher dringend um Verständnis für den nicht einfachen Job der Winterdienst-Fahrer.
^
Redakteur / Urheber

Direkt | finden

  • Horb am Neckar
  • Marktplatz 8
  • 72160 Horb am Neckar
  • 07451 901-0
  • post@horb.de
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK