Jüdischer Betsaal

Stätte des Gedenkens

 
Die Räume des früheren jüdischen Betsaals an der Ihlinger Straße sind heute eine Gedenkstätte  und ein kleines Museum, das die Geschichte des schwäbischen Landjudentums in der Region dokumentiert.
 
Der Betsaal hatte seinen Platz seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zu seiner Zerstörung im November 1938 in einem Wohnhaus vor dem Ihlinger Tor an der alten Straße nach Ihlingen. Am Morgen des 10. November 1938 kamen SA-Männer und Schüler der Horber Oberrealschule, angeführt von ihrem Lehrer und Hitlerjugendführer Franz Gronmayer, und drangen in den Betsaal ein. Sie warfen die Torarollen, die Gebetbücher, die Leuchter und das Mobiliar auf die Straße, zertrampelten es und zündeten es an.
 
Die Räume des ehemaligen Betsaals und die früheren Stall- und Kellerräume im Untergeschoss sind heute im Besitz der Förderstiftung Jüdischer Betsaal Horb unter dem Dach des Träger- und Fördervereins Ehemalige Synagoge Rexingen. In Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt hat die Stiftung ein zurückhaltendes Renovierungskonzept realisiert, in dem nur erneuert wurde, was unbedingt nötig war. So sind die originalen, abgetretenen Dielenfußböden erhalten, alte Wände mit Rissen und Farbspuren und ein originales Fenster. Zerstörungen im Stuck erinnern an den Einbau von Wänden, als die damaligen Hausbesitzer nach der Schändung des Betsaals die beiden Räume 1939 in zwei Wohnungen umgebaut haben.
 
Zurzeit werden die Räume für wechselnde Ausstellungen genutzt. Das Museum Jüdischer Betsaal ist samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
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Parkmöglichkeiten

Öffnungszeiten Jüdischer Betsaal

Die aktuellen Öffnungszeiten bei laufenden Ausstellungen finden Sie auf der Internetseite des Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen e.V..

Direkt | finden

  • Horb am Neckar
  • Marktplatz 8
  • 72160 Horb am Neckar
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