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Windenergienutzung in Horb a.N.

Um der globalen Klimaveränderung entgegenzuwirken, wurden auf nationaler und internationaler Ebene Ziele definiert, die vorsehen, insbesondere die CO2 Emissionen deutlich zu reduzieren. Die Energieerzeugung stellt hierbei eines der größten Einsparpotenziale dar. Die Stadt Horb a.N. sieht sich in der Verantwortung, im Rahmen der Bauleitplanung Möglichkeiten zur alternativen Energiegewinnung zu schaffen.

Nach intensiver Vorberatung in öffentlicher Gemeinderatsitzung am 19. März 2013 Dienstag wurde auch im anschließenden Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft der Feststellungsbeschluss zum sachlichen Teilflächennutzungsplan einstimmig gefasst. Damit ist die Konzeption im Bereich des Flächennutzungsplanes abgeschlossen und das Planwerk kann nun dem Regierungspräsidium Karlsruhe zur Genehmigung vorgelegt werden.

Vorausgegangen war eine intensive Diskussion und ein umfangreicher Abwägungsprozess rund um die während der Auslegung vorgebrachten Anregungen. Dabei wurden Themen wie Artenschutz, Lärmemissionen, Eiswurf, der Eingriff in ein Landschaftsschutzgebiet sowie Auswirkungen auf den Wald detailliert betrachtet. In Abwägung mit den Zielen der Energiewende, der Erzeugung von erneuerbaren Energien durch Windkraft, den Belangen des Naturschutzes und der waldbaulichen Zielen wird im Bereich des „Großen Hau“ wurde festgestellt, dem Ziel der Energieerzeugung den Vorrang einzuräumen. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund mangelnder geeigneter Alternativstandorte. Um dem Artenschutz Rechnung zu tragen, wurde die Potentialfläche während des Verfahrens bereits deutlich reduziert. Ebenso wird grundsätzlich  an einer planerischen Steuerung für Windenergieanlagen festgehalten, um einer „Verspargelung“ der Landschaft vorzubeugen.

Mit dem Ende des Flächennutzungsplanverfahrens ist jedoch noch keine Genehmigung zum Bau einer Windenergieanlage verbunden. Zunächst müssen weitere Gutachten, unter anderem zu den Themen Lärm, Eiswurf, Schattenwurf, Biotope, Standsicherheit und Artenschutz für eine konkrete Anlagenplanung erstellt und dem für das Genehmigungsverfahren zuständigen Landratsamt Freudenstadt vorgelegt werden.

Detaillierte Informationen zum Verfahren zur Aufstellung des sachlichen Teilflächennutzungsplanes "Windenergie" finden Sie auf der Archivseite.

Aktuelles

Mit Schreiben vom 13. August 2013 versagt das Regierungspräsidium Karlsruhe die nach § 6 Abs. 1 BauGB notwendige Genehmigung trotz des laufenden Petitionsverfahrens. Eine mögliche Klage gegen die Genehmigungsversagung wurde im Gemeinderat am 3. September und im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft am 10. September 2013 abgelehnt. Somit wird der sachliche Teilflächennutzungsplan Windenergie nicht wirksam.

Sachlicher Teilflächennutzungsplan Windenergie

Im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Horb wurde am 20.03.2013 nach Vorberatung im Gemeinderat der Stadt Horb a.N. am 19.03.2012 der Feststellungsbeschluss zum sachlichen Teilflächennutzungsplan Windenergie gefasst. Das Planwerk wird nun dem Regierungspräsidium Karlsruhe zur Genehmigung vorgelegt und umfasst folgende Bestandteile:
Detaillierte Informationen zum Verfahren zur Aufstellung des sachlichen Teilflächennutzungsplanes "Windenergie" finden Sie auf der Archivseite.

Konkrete Standortsuche

Waldbesichtigung 3. November 2012

Im Rahmen einer Exkursion des Gemeinderates und der betroffenen Ortschaftsräte wurden unter Leitung von Oberbürgermeister Peter Rosenberger am vergangenen Samstag fünf mögliche Standorte im Bereich „Großer Hau“ besichtigt. Björn Wenzlaff von der MVV Windenergie GmbH stellte dabei ein Konzept vor, dass es ermöglichen soll, sowohl die natur- und artenschutzrechtlichen Belange als auch die technisch notwendigen Abstände der Windenergieanlagen untereinander zu berücksichtigen. Demnach wäre es sogar möglich, auf Wegeneubau zu verzichten und stattdessen die Anlagen auf bestehenden und auszubauenden Wirtschaftswegen zu erschließen.

Die Forstverwaltung des Landkreises wies bei den einzelnen Standorten auf die Unterschiedlichkeit der Baumbestände hin. Teilweise befinden sich die möglichen Standorte bereits am Rande oder innerhalb von „Sturmlöchern“, die Folge der Stürme der letzten Jahre waren, teilweise aber auch bestehenden Wirtschaftswäldern. Forstrevierleiter Peter Daiker erläuterte vor Ort auch die möglichen, aber nur schwer vorhersagbaren Auswirkungen von Rodungsinseln auf die umliegenden Waldbestände.

Die möglichen Standorte sollen nun konkreter untersucht werden. Hierzu soll insbesondere eine Biotopanalyse des damit beauftragten Büro Gfrörer aufzeigen, welche Tier und Pflanzenarten direkt betroffen wären. Anhand von Beispielen führte Tomas Grözinger vom Büro Gförer aus, welche Waldstrukturen für artgeschützte Lebewesen besonders attraktiv sind und daher gemieden werden sollten.

Sobald alle planerischern Grundlagen vorliegen, soll nochmals konkret über die Standorte beraten und die verschiedenen Randbedingungen bewertet werden.

Fragen und Antworten

Fragen und Antworten zur Windenergie allgemein

Ist die CO2 Bilanz von Windrädern überhaupt positiv?
Hinsichtlich der CO2 Bilanz von Windenergie wurden durch den wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages Vergleichsberechnungen angestellt. Dabei wurde festgestellt, dass ein typisches Windrad in 3 bis 6 Monaten die zur Errichtung notwendige Energie selbst erzeugt hat. Der anschließend erzeugte Strom in einer typischen Laufzeit von 20 bis 25 Jahren ist daher als CO2 neutral anzusehen. Umgerechnet auf die Lebenszeit bedeutet dies eine CO2- Emission von ca. 23 g CO2 je kWh Strom bei Windenergieanlagen. Dem gegenüber stehen z.B. 32 g CO2 je kWh bei Atomkraftwerken und 949 g CO2 je kWh bei Steinkohlekraftwerken.

Wie laut sind Windenergieanlagen?
Bei der Ermittlung von Positivstandorten wurden pauschalierte Abstandswerte auf Basis des Windenergieatlasses berücksichtigt. Dabei kann bei entsprechendem Abstand die Einhaltung von gebietsbezogenen Lärmgrenzwerten durch typische Anlagen unterstellt werden. In unmittelbarer Umgebung sind die Anlagen deutlich wahrnehmbar zu hören. Dabei sind als Lärmquelle der in Nabehöhe befindliche Generator, die Windgeräusche der Roterblätter sowie Lüftungs- und Transformationsgeräusche der Umspannung zu unterscheiden. Die Energie von Schallwellen und daher auch die Schallintensität, sinkt mit dem Quadrat der Entfernung von der Schallquelle. Der Betrieb eines typischen Windrades mit einem Schallleistungspegel von 103 dB verursacht daher in 800 m Entfernung einen Schalldruckpegel von 33 dB(A). Der zulässige Grenzwert bei allgemeinen Wohngebieten liegt nachts bei 40 dB(A). Im Genehmigungsverfahren muss der Anlagenbetreiber ein Lärmgutachten vorlegen. Die Lärmgrenzwerte der benachbarten Siedlungsgebiete sind unbedingt einzuhalten.

Bin ich durch Infraschall gefährdet?
Der von Windrädern erzeugte Infraschall liegt in deren Umgebung deutlich unterhalb der Wahrnehmungsgrenzen des Menschen. Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind schädliche Wirkungen durch Infraschall bei Windenergieanlagen nicht zu erwarten. Verglichen mit Verkehrsmitteln wie Autos oder Flugzeugen ist der von Windrädern erzeugte Infraschall gering. Betrachtet man den gesamten Frequenzbereich, so heben sich die Geräusche einer Windenergieanlage schon in wenigen hundert Metern Entfernung meist kaum mehr von den natürlichen Geräuschen durch Wind und Vegetation ab.

Werden Eigentümer verpflichtet, Windräder auf Ihren Grundstücken zu dulden?
Ohne Zustimmung der Eigentümer wird nicht in Eigentumsflächen eingegriffen; weder durch die Anlagen selbst noch durch den notwenigen Wegbau, Leitungen oder Baulastflächen.


Fragen und Antworten zum Standort „Großer Hau“

Wurden Alternativen geprüft?
Es wurden alle Flächen der Verwaltungsgemeinschaft Horb auf Ihre Eignung hin untersucht. Dabei wurde auf der einen Seite die Windhöffigkeit und auf der anderen Seite Ausschlusskriterien betrachtet. Als geeignet im Sinne der Windhöffigkeit wurden die Standorte „Großer Hau“ und „Priorberg“ als Konzentrationszone dargestellt. Da diese Flächen allein nicht ausreichen, um der Windkraft substanziell genügend Raum zu gewähren, werden zusätzliche Flächen, die nicht dem 60% Referenzertragskriterium entsprechen, ausgewiesen. Dabei handelt es sich um die bereits festgesetzten Gebiete aus dem derzeit rechtsverbindlichen Flächennutzungsplan.

Wurde der Artenschutz bei der Planung berücksichtigt?
Die ausgewiesene Fläche im Bereich „Großer Hau“ entspricht nach einer gutachterlichen Überprüfung und einer vorausgegangenen Verkleinerung des Plangebietes den artenschutzrechtlichen Bestimmungen. Das Gutachten wurde auch mit den zuständigen Fachbehörden abgestimmt. Mögliche Fragen oder Lücken im Gutachten wurden durch weitere Stellungnahmen des Gutachters beantwortet.

Ist der Standort „Große Hau“ als sogenannter ‚Plenterwald’ nicht besonders schützenswert?
Ein ‚Plenterwald’ ist ein sich stetig verjüngender Dauerwald in dem Bäume aller Größen kleinstflächig vermischt sind. Ein Plenterwald ähnelt trotz seiner Nutzung als Wirtschaftswald einem Urwald. Bei den im „Großen Hau“ in Frage kommenden Standorten handelt es sich jedoch nicht um einen Plenterwald, da insbesondere das sogenannte „Mittelholz“ zu großen Teilen fehlt. Erklärtes Ziel des Forstes ist es, durch eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes zu einem plenterartigen Zustand zu kommen. Selbst im Idealfall würde dies aber noch 50 Jahre dauern.

Besteht die Gefahr von stärkeren Sturmschäden beim nächsten Orkan?
Die Gefahr von Sturmwurf kann nicht ausgeschlossen werden. Die Nutzung des Waldes als Standort für regenerative Energiequellen ist in diesem Fall abzuwägen mit der Gefahr des Sturmwurfes und den daraus resultierenden Schäden. Durch die Findung von geeigneten Standorten für die einzelnen Windräder zusammen mit den zuständigen Forstbehörden kann die Gefahr minimiert werden.

Darf ich noch in den Wald, wenn erstmal Windräder stehen?
Durch die Ausweisung von Standorten im Flächennutzungsplan wird das Betretungsrecht des Waldes nicht berührt. Die Waldwege werden auch nach dem Bau von Windenergieanlagen von der Öffentlichkeit im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen genutzt werden können. Es werden keine derzeit vorhandenen Wege abgesperrt. Das Betreten des Waldes erfolgt immer - auch ohne Windräder - auf eigene Gefahr.

Darf ich noch in den Wald, auch im Winter wenn Eiswurf durch die Windräder droht?
Im Genehmigungsverfahren sind vom Betreiber zwei Eiswurfgutachten vorzulegen. Eines wenn die Windräder in Betrieb sind und eines bei stillstehenden Anlagen. Darin hat der Anlagenbetreiber geeignete technische Maßnahmen darzustellen, wie die Gefahr von Eiswurf soweit minimiert wird, dass das Risiko für die Umgebung nicht erkennbar erhöht wird. Es bestehen keine zusätzlichen Einschränkungen, die Waldwege zu betreten.

Grundlagen und Informationen

Ansprechpartner zum Verfahren

Peter Klein

Große Kreisstadt Horb am Neckar
Fachbereich Stadtentwicklung
Marktplatz 8
72160 Horb am Neckar

Tel.: 07451 / 901 - 253
Fax: 07451 / 901 - 210
E-Mail: p-klein@horb.de
Klimaneutrale Kommune 2050
Horb am Neckar | Marktplatz 8 | 72160 Horb am Neckar | Tel. 0 7451 / 901-0