Klimaneutrale Kommune 2050 - Horb am Neckar
Der Gemeinderat der Stadt Horb a.N. hat im Oktober 2010 beschlossen, sich am Wettbewerb „Klimaneutrale Kommune“ des Landes Baden-Württemberg zu beteiligen und hierzu ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellen zu lassen.Seit Dezember 2010 liegt nun der Förderbescheid des Ministeriums vor, das 70 Prozent der Kosten der Konzepterstellung fördert. Der Gemeinderat hat daraufhin im Februar 2011 grünes Licht für den Start in die Umsetzung gegeben. Im „Masterpan“ für die Stadt Horb als Klimaneutrale Kommune bis 2050 sollen alle bisherigen Aktivitäten der Kommune gebündelt, auf eine breitere Basis gestellt und durch zusätzliche Maßnahmen ergänzt werden.
Gemeinsam mit den beiden Planungsbüros Green City Energy und der Kommunalberatung KlimaKom wird die Stadt Horb a.N. bis Ende September 2011 ein ganzheitliches Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeiten und sich dem Wettbewerb der anderen Baden-Württembergischen Kommunen stellen.
Der Schwerpunkt des Konzepts liegt in der Entwicklung eines handlungsorientierten Ansatzes. Neben fundierten Grundlagenerhebungen, soll dieser vor allem einen Umsetzungsprozess anstoßen sowie vorhandene städtebauliche Zielsetzungen und Strategien eingebunden und vorangetrieben werden können.
In enger Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft, den kommunalen Verwaltungen, Politik und Wirtschaft werden konkrete Projekte und Maßnahmen entwickelt und zur Umsetzung vorbereitet, wo und wie Energie eingespart, CO2-Emissionen reduziert und der Anteil erneuerbarer Energien gesteigert werden kann, um das angestrebte Ziel der Klimaneutralen Kommune Horb 2050 zu erreichen. Die Kohlendioxid-Emissionen liegen im Stadtgebiet bei 222500 Tonnen/Jahr, sie verteilen sich auf die Sektoren Industrie und Gewerbe, Verkehr sowie private Haushalte zu rd. je einem Drit-tel, der Anteil des öffentlichen Sektors liegt lediglich bei 2 %.
Am 5. Juni 2011 erfolgte die erste öffentliche Informationsveranstaltung und bis Ende Juni die Datensammlung sowie die Aufbereitung in den energiewirtschaftlichen Studien "Horber Ener-gieatlas" (zeigt den derzeitigen Verbrauch und Bedarf an Wärme und Strom auf) und "Potentialanalyse der erneuerbaren Energien im Stadtgebiet". Die beiden Studien bildeten die Grundlage für die beiden Klimaschutzkonferenzen am 2. und am 23. Juli 2011. Ca. 50 Teilnehmer, u.a. Mitarbeiter von Unternehmen und Banken, Bildungseinrichtungen, aus Stadt- und Kreisverwaltungen, Vertreter aus dem Gemeinderat und von Vereinen sowie engagierte Bürger erarbeiteten konkrete Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Erreichung einer 40 %-igen CO2-Reduzierung bis 2020. In zwei Expertenrunden und weiteren Gesprächen der Konferenzteilnehmer wurden offene Fragen und die Umsetzungschancen der erarbeiteten Projektideen nochmals vertieft.
In der Gemeinderatssitzung am 13.09.2011 stellten Vertreter der 8 Thementischen ihre Ergebnisse vor. Fachlich aufgeteilt wurden dabei folgende Themenbereiche gebildet:
* Siedlungsentwicklung und Bauleitplan
* Energetische Sanierung: Gebäude und Infrastruktur
* Erneuerbare Energien: Wind und Solar
* Erneuerbare Energien: Biomasse und Kraftwärmekoppelung
* Mobilität
* Unternehmen: Energieeinsparung, Effizienzsteigerung, erneuerbare Energien
* Bewusstseinsbildung
* Klimaschutzmanagement und Finanzierung
Oberbürgermeister Rosenberger bedankt sich bei allen Teilnehmern der Klimaschutzkonferenzen für deren Mitarbeit. Er unterstrich zum Abschluss der Präsentationen im Gemeinderat, dass nun das Know-how von 50 Experten vorliege und die Maßnahmen in den verschiedenen Themenbereichen auf Umsetzbarkeit überprüft, koordiniert und sofern möglich, rasch realisiert werden sollen. Allerdings könne nicht alles gleich in einem Zuge umgesetzt werden, da auch finanzielle Aspekte berücksichtigt werden müssen. Hierbei liege die Aufgabe der Prioritätensetzung beim Gemeinderat. Eine erste öffentliche Beratung über das weitere Vorgehen soll in der nächsten Gemeinderatssitzung am 27. September 2011 erfolgen.




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